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Sprachstörungen Bei Kindern Stehen In Zusammenhang Mit Bildschirmnutzungszeit

Sprachstörungen bei Kindern stehen in Zusammenhang mit Bildschirmnutzungszeit

Zeit, die Kinder mit dem Smartphone oder Tablett verbringen, verdrängt die Zeit der Eltern-Kind Interaktion

Mehrere Studien haben sich in den letzten Jahren mit dieser Thematik beschäftigt. Beispielsweise eine Studie mit 900 Kindern, durchgeführt 2017 am Hospital for Sick Children in Toronto, Ontario. Auf der Seite von CNN hier nachzulesen.
Folgende Fragestellungen von Erziehenden, Eltern, medizinischen und pädagogischen Fachkräften und Forschenden lagen der Studie zugrunde:

  • Beeinflusst die Technologie das Gehirn von (Klein-) Kindern?
  • Schränkt es ihre soziale Entwicklung ein?
  • Könnte es ihnen emotional schaden?
  • Könnte es die Sprachentwicklung von Kindern verzögern?

Die Ergebnisse dieser Studie waren eindeutig: „Die Studie ergab, dass die Wahrscheinlichkeit von Sprachverzögerungen bei Kindern zwischen sechs Monaten und zwei Jahren, die Handheld-Bildschirme wie Smartphones, Tablets und elektronische Spiele verwenden, zunimmt.“, so die leitende Wissenschaftlerin der Studie in Toronto. Weitere Aspekte: „Die negativen Auswirkungen können darauf zurückzuführen sein, dass die Bildschirmzeit die Eltern-Kind-Interaktion ersetzt, die für die gesunde Entwicklung von entscheidender Bedeutung ist“. Dem Artikel auf der CNN Seite ist ebenfalls das Fazit zweier Wissenschaftlerinnen beigefügt, die seit Jahren mit (Klein-) Kindern arbeiten. Sie erklären, dass „…kleine Kinder Sprache am besten durch Interaktion mit anderen Menschen lernen, und wir wissen auch, dass Kinder, die in ihrem Zuhause weniger Sprache hören, weniger Vokabeln haben.“

Es geht dabei nicht darum, die moderne Technik in einem negativen Licht erscheinen zu lassen, sondern auf Auswirkungen und Gefahren für junge Menschen hinzuweisen. Erzieherinnen, Erzieher und pädagogische Fachkräfte bekommen immer häufiger die Auswirkungen der übermäßigen Bildschirmnutzung, gerade bei (Klein-) Kindern zu spüren. Sprachentwicklungsstörungen und sehr eingeschränktes Vokabular sind nur die Spitze dessen, was noch auf Kitas und Schulen zukommt.

Bereits 2011 wurde in einem Video gezeigt, dass Kleinkinder oftmals ein Buch oder Magazin nicht mehr von einem Bildschirm unterscheiden können. Hier geht es zum Video auf YouTube.

Der bekannte Neurobiologe und Autor, Michael Hüther, plädiert in seinem beliebten Buch „Rettet das Spiel“ dafür, dass in Kitas dem Spielen und Entdecken wieder mehr Raum gegenüber dem schulmäßigen Lernen und Konsumieren gegeben werden. Wenn die Sinne der kleinen Menschen gefordert werden, fördert dies auch ihre Entwicklung und hat positive Auswirkungen auf ihre Sozialisation. Je spielerischer, desto natürlicher.

„Kinder müssen selbstständig und unbekümmert die Welt entdecken und Erzieher müssen Freude und Fragen in ihnen wecken – und sie nicht belehren“, so Hüther.

Der Bestseller Autor, Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff formuliert es auf der Plattform Businessinsider (bzw. als Text im Buch „Barackenkinder“ von Marion Schinhofen) so:

„Im Kindergarten wird vor allem das soziale Fundament geschaffen. Sicherlich, Kinder brauchen Regeln, Strukturen und Orientierung durch den Erzieher, doch soziale Kompetenzen kann man auch beim Spielen und beim Singen entwickeln.“

Wir bieten Erzieherinnen, Erziehern, Tagespflegepersonen, Lehrkräften, Eltern und Interessierten Seminare und Unterstützung an, dieser Negativentwicklung entgegenzuwirken und sich mit anderen Fachkräften auszutauschen. Denn, so ein Fazit aus den Studien, Geschichten zu erzählen und die Kinder aktiv mit einzubinden stärkt die Eltern-Kind Beziehung und regt die (Sprach-)Entwicklung der Kinder an.

Beitragsbild: Anviere auf pixabay.

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